Teil 33: Großes Boot und kleiner Hund
Wohin bei der Hitze? Seit Wochen klettern die Temperaturen täglich über 30° C, gefühlt oft 38 bis 42° C. Das Meer hat in der Bucht auch 28° C, so dass sich die Luft auch nachts nicht nennenswert abkühlt. Kurz nach 8°° Uhr sind wir mit Abby schon am Strand; wenig Leute, ein paar Jogger, ein paar Hundeleute. Ab 10°° Uhr füllt sich der Strand, da können wir Abby nicht mehr frei laufen lassen. Um dem Trubel zu entgehen, haben wir nun endlich unser Kajak klar gemacht und sind ans südliche Ende der Bucht gepaddelt. Ein langer, breiter Strand, kaum Leute, da der Weg zu Fuß beschwerlich ist.

......ich bin fertig für die Tour!
Abby mit Schwimmweste ausgestattet fand die 20 minütige Tour interessant. Noch schöner war es, am menschenleeren Strand herumzutollen und mit Annette auf dem Surfbrett Runde um Runde zu drehen. Und schwimmen konnte sie auch, mehr oder weniger freiwillig, wenn Annette sie vom Brett ins Wasser setzte. Die Hitze nahm immer mehr zu, selbst unter dem Sonnenschirm war es zu warm. Man hielt es nur noch im Wasser aus. Nach gut drei Stunden hatte auch Abby genug. Wir packten unseren Kram zusammen, ab ins Boot

Ach ja, Frauchen muß ja auch noch mit.
und mit aufkommendem Wind und leichtem Wellengang zurück. Abby war platt, wir waren von der Sonne "gar", und so verbrachten wir den Rest des Tages im Haus. Aber das Abenteuer war für Abby noch nicht zu Ende. Jeden Freitag ist in der Siedlung "Night Shopping" angesagt. Diesmal mit anschließendem Feuerwerk. Ein Menschengewühl wie selten. Der ganze Ort war zugeparkt. In dem für Fußgänger abgesperrten Bereich kamen wir kaum vorwärts. Abby kümmerte das überhaupt nicht, nicht nervös, nicht aufgeregt. Wir mussten nur aufpassen, dass sie nicht "aufgetrampelt" wird. Vor Beginn des Feuerwerks um 23°° Uhr hatten wir uns aus dem Gewühl entfernt und auf einen großen Stein gesetzt. Vor drei Wochen - es fand eine große Hochzeit in unserem Dorf statt - hatte Abby auf unserem Hof schon mal ein Feuerwerk gesehen und gehört. Sie zeigte keinerlei Angst und blieb bis zum Schluß der "Knallerei" draußen. Natürlich war das Spektakel ca. 800 Meter von uns entfernt abgelaufen. Bei diesem Feuerwerk jetzt war es allerdings anders, da wir viel dichter am Geschehen waren. Annette hatte Abby auf dem Schoß, und das war gut so. Denn als Punkt 23°° Uhr die ersten Böller krachten, geriet sie in Panik. Wir hatten große Mühe, sie zu beruhigen. Erst als sich Annette mit dem Rücken zum Feuerwerk gedreht hatte, wurde sie ruhiger. Mit dem Menschenstrom ging es dann nach Hause, so viele Leute hatte San Ciprianu wohl noch nicht erlebt, nicht mal bei einem Konzert von "I Muvrini", der bekanntesten Band Korsikas. Im Nachhinein haben wir uns geärgert, dass wir Abby mitgenommen haben. Das nächste Feuerwerk am 15.8. werden wir uns von unserer Terrasse aus ansehen.


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