Dienstag, 22. März 2016

Teil 44:     Erster kleiner Agility-Wettkampf r Abby

Es war viel los auf dem Platz des "Club Canin de Porto Vecchio" am letzten Sonntag. Der Club hatte die Vereine von Bastia und Ajaccio zu einem freundschaftlichen Wettkampf eingeladen, an dem dann insgesamt 23 Hunde teilnahmen. Das Wetter spielte mit, leicht bedeckter Himmel, ab und zu blinzelte die Sonne durch die Wolken, 15°C, windstill. Um 7:00 Uhr traf sich der "harte Kern" des Clubs von Porto Vecchio auf dem Platz zur Vorbereitung: Aufbau des Parcours, Tische und Stühle sowie einige Schirme und Zeltdächer mussten aufgestellt werden, Vorbereitung des Buffets (Frühstück und Mittagessen) sowie Getränkebereitstellung. Alle Speisen und Getränke hatten die Clubmitglieder von Porto Vecchio mitgebracht, auch der Club selbst trug seinen Teil dazu bei. 

Ab 9:00 Uhr trudelten nach und nach die Gäste aus Bastia und Ajaccio ein nach einer Anfahrtszeit von 2 bis 2 1/2 Stunden. Und um 9:00 Uhr trafen auch Abby und ich auf dem Platz ein. Annette war ja schon um 7:00 Uhr vor Ort. Ich gehörja nicht zum "harten Kern", hatte mich lediglich bereit erklärt, als Zeitnehmer zu fungieren. 
Zeitnahme und Sekretärin 

Nachdem sich die Zweibeiner am Frühstücksbuffet gestärkt hatten und Christine, die Club-Vositzende, die Gäste begrüßt und den Ablauf des Tages
Christine und Brigitte
erläutert hatte, konnten sich die Hundeführer mit dem Parcours vertraut machen (8 min.). Alle Hindernisse von D (Start) bis A (Arrivée) waren nummeriert: diverse Sprünge über Hürden, über eine sogenannte Mauer, durch einen Reifen, Überwinden von Wippe, Schrägwand,  Laufsteg, fester Tunnel und Sack- bzw. Stofftunnel. In der Mitte des Parcours mußte auf einem Tisch (ca. 1 m2) 5 Sekunden verharrt werden. Slalom durch 12 Stangen war fakultativ und nach dem Ziel gesteckt, da dies nicht alle Hunde von Ajaccio und Bastia beherrschten. Und dann ging's los. Abby machte ihre Sache gut und wurde Dritte von sieben Hunden in der Gruppe A (kleine Hunde bis 35 cm). Die Wertung setzte sich zusammen aus der Zeit und Fehlerpunkten. Drei Fehler bedeuten Disqualifikation, und das kam mehrfach vor. Gute Leistungen wurden mit viel Beifall belohnt, besonders bei den Kleinen wie Coton, Dackel und Yorkshire. Danach kamen die großen Hunde der Gruppe C (die 2 Hunde der Gruppe B starten bei der Gruppe A mit). Hier gab es noch mehr Disqualifikation als bei den Kleinen. 
Ältester Teilnehmer mit 75 Jahren! BRAVO!!








Nun war Mittagspause r Hund und Mensch. 

Christine setzt den ersten "Schnitt" für das besondere Dessert


Inzwischen war der zweite Parcours von Brigitte, der Agility-Trainerin von P.V., gesteckt worden. Auf Französisch "Épreuve Jumping", obwohl Jumping nun wiederum Englisch ist: 15 Hürden, eine Mauer, 2 feste Tunnel und ein Stofftunnel. Die Sprünge waren kreuz und quer angeordnet, und die Reihenfolge war nicht so ganz einfach einzuhalten, so daß Mensch und Hund etliche Fehler machten. Abby wurde wiederum Dritte in ihrer Klasse.

Zum Schluß gab es dann noch einen Manschaftswettkampf: 5 Hunde pro Mannschaft, die 3 besten wurden gewertet und die Zeiten addiert. Viele Disqualifikationen, auch 2 in der Mannschaft von Porto Vecchio. Annette und Abby waren vorletzte Starter und durften sich keinen Fehler leisten. Beide kamen durch und so gewann Porto Vecchio vor Bastia und Ajaccio. 
Equipe Porto Vecchio 

Bei der Siegerehrung war Annette doch etwas überrascht über die Auszeichnung "1ère Meilleure Équipe Maître-Chien", was so viel heißt wie "Beste Mensch-Hund-Mannschaft" aller Teilnehmer
...die 3 besten: "Mensch-Hund-Mannschaft"

Abby nahm es gelassen zur Kenntnis. Sie wollte nur noch nach Hause, fressen und schlafen. Alles in allem war es ein gelungener "Hundetag", die Gäste traten nach einer erneuten Stärkung ihren langen Heimweg an. Vorher hatte Christine noch verkündet, im nächsten Jahr wieder eine solche Veranstaltung durchzuführen, und der Vereinsvorsitzende von Bastia hat schon vorab eine Einladung r Juni auf ihrem Vereinsgelände ausgesprochen.
Equipe Ajaccio 

Teilnehmer Agility 20.3.2016 Porto Vecchio
 
....ohne Worte!

Sonntag, 14. Februar 2016

Teil 43:      Neues vom "Besucherhund"


Annette und Abby haben nun endlich die Urkunde und die Lizenz zum "Chien Visiteur" erhalten. 
Aber bis zum ersten "Einsatz" wird es wohl noch eine Weile dauern. Zunächst gibt es für die Hundebesitzer drei Informationsabende, man kann auch sagen Schulungen. Die Bürokratie macht in Frankreich auch in diesem Bereich nicht halt. Wenn dann die Theorie erledigt ist und die praktische Arbeit in Vor- und Grundschulen wie auch Altersheimen beginnen könnte, fehlen nun noch die Einverständniserklärungen der Schulleiter, der Lehrer(innen), der Eltern und auch des Bürgermeisters. Alles eine Frage der Versicherung!?! Bei den Schulungen geht es vor allem darum, wie man den Kindern den sicheren Umgang mit Hunden vermitteln sollte. Sie sollen lernen, die "Sprache" der Hunde zu verstehen: Also sträubt er das Nackenfell, fletscht er die Zähne, wedelt er schnell mit dem Schwanz oder klemmt er ihn ein, die Art des Bellens und so weiter. Außerdem das Verhalten gegenüber eines Hundes. Niemals einen angeleinten Hund anfassen, wie verhalte ich mich, wenn ein freilaufender Hund auf mich zukommt, nicht den Hund mit den Augen fixieren usw. Für uns mit 40-jähriger Hundeerfahrung ist das alles natürlich nicht neu. Wenn dann in den Klassen die Themen mit den Kindern in mindestens 2 Etappen besprochen sind, dürfen sie dann später auf dem Gelände des Vereins etwas Praxis üben: den Hund an der Leine führen, wie streichel ich einen Hund (z.B. nie von oben auf den Kopf fassen) usw. In der Schule dürfen die Kinder die Hunde nämlich noch nicht anfassen. Wir haben ja nun einen sehr kleinen Hund, aber in der Gruppe sind auch Schäferhunde und Boxer, und da ist natürlich noch größere Vorsicht geboten. Nächste Woche findet die Abschlussbesprechung statt - mit einem kleinen Essen -, und dann warten alle auf die Aufforderung der Schulen, Vorschulen sowie Altersheime.

Samstag, 23. Januar 2016

Teil 42:       Abby fährt auf dem Skateboard


                                                                        Die Zeit, die Medikamente und die Massagen haben ihrWirkung getan, denn Abby ist wieder fit.Irgend etwas muss man ja machen im "Winter", wenn es auf dem Surfbrett zu kalt ist. Also haben wir uns ein   "ausrangiertes" Skateboard einer befreundeten Familie besorgt. Erst mal Balance halten, wenn Annette das Brett an einer Schnur zieht. Dann die ersten Versuche allein auf einer kleinen schiefen Ebene, und Abby scheint es Spaß zu machen auf ihrem Skateboard. Für Agility haben wir im Garten eine kleine Strecke zum Üben genauso wie einen kurzen Slalomkurs eingerichtet. Das ist der Abschnitt, der Abby auf dem Übungsplatz die größten Schwierigkeiten bereitet hat. Zweimal pro Woche geht Annette mit Abby zum Club-Platz, und es wird immer besser. Hürden, Tunnel, Reifen, Steg, Wand und auch die Wippe klappen prima und dank des Übens im Garten nun auch der Slalomkurs. Annette ist jedenfalls stolz auf ihren kleinen Hund, ob Abby auch stolz ist, hat sie noch nicht "gesagt". Sie freut sich jedenfalls über jedes Lob und zeigt viel Spaß am Üben. 


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Teil 41:      Zwei Wochen Sportverbot

Der Tierarzt hat Abby "krank" geschrieben, mehr oder weniger. Es passt ganz gut, denn während der Weihnachtsferien ist auch der Hundeplatz geschlossen. Was war passiert? Vor ein paar Wochen hatte Abby beim morgendlichen Spaziergang am Strand einen "crash" mit einem großen Mischlingshund. Beide Hunde rannten aufeinander zu, keiner bremste, und so kam es zum unvermeidlich seitlichen Zusammenstoß. Der andere Hund war überhaupt nicht bösartig und wollte auch nur spielen. Abby aber jammerte und wollte nur noch auf  Annettes Arme. Es hatte ihr wohl sehr weh getan, und sie wollte keinen Schritt mehr gehen. Wenn im Straßenverkehr ein Lkw mit einem Pkw zusammen kracht, ist es für letzteren auch "schmerzlicher". Also Spaziergang abbrechen und mit dem Auto nach Hause. An den nächsten Tagen machten wir weiterhin unsere Spaziergänge, Abby rannte und kurvte wie immer, auch rein ins Wasser. Aber wir hatten später den Eindruck, dass sie nicht ganz "rund" läuft. So haben wir uns letztlich entschieden, doch noch mal den Tierarzt aufzusuchen, obwohl wir erst eine Woche zuvor Abby haben gegen Tollwut impfen lassen. In der Gemeinschaftspraxis ist ein Arzt auf Skelett und Knochen spezialisiert, eine Art Osteopath für Hunde. Er untersuchte Abby gründlich, machte zwei Röntgenaufnahmen und stellte fest, daß an Gelenken, Wirbelsäule usw. keine Verletzungen festzustellen sind, aber in der Tiefe ein Hämatom, also ein Bluterguss hervorgerufen durch den "crash". Der Veterinär  zeigte Annette, wie sie Abby die Stellen massieren soll. Obendrein gab es dann noch ein Medikament zum Abbau des Hämatoms. Eins hat Abby mit Sicherheit gelernt, nämlich daß sie nicht auf jeden fremden Hund losstürmen kann, um mit ihm herumzutoben.  

Allen Bloglesern wünschen wir ein erholsames Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr. Pace e Salute (korsischer Weihnachts- und Neujahrsgruß)


Donnerstag, 26. November 2015

Teil 40:     Agility - aller Anfang ist schwer



Seit ein paar Wochen übt Annette mit Abby auf dem Hundeplatz in Porto Vecchio neben Unterodnung auch Agility. Hundefreunde werden wissen, was das ist. Eine Art Hindernislauf für Hunde. Dafür gibt es auch Wettkämpfe auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Im Club in Porto Vecchio sind es acht bis zehn Mitglieder, die mit ihren Vierbeinern sich in dieser Disziplin versuchen, Fortgeschrittene und Anfänger. Abby ist die Jüngste im Feld und stellt sich sehr gut an. Mit einigen Hindernissen wie Sprung durch den Reifen, über Hürden, laufen durch die Tunnel - ob offen oder in einem Schlauch endend - hat sie keinerlei Probleme. Nach ein paar Versuchen läuft Abby jetzt auch über den Steg und flitzt über den "Hut". Bei der Wippe gab es anfangs Probleme, da sie zu schnell über den Scheitelpunkt lief, so dass die Wippe auf der anderen Seite zurückschlug und sie am Kinn traf, da sie nicht weiter gelaufen war. Es ist besser, wenn die Hunde langsam über den Scheitelpunkt gehen, damit sich die Wippe langsam senkt. Hier haben mehrere Hunde Schwierigkeiten. Man kann ihnen etwas helfen, indem man per Hand die Wippe etwas aufhält. In einem Wettkampf ist das natürlich verboten. Der schwierigste Teil des Parcours ist das Slalomlaufen. Im Club beherrschen das bisher nur wenige Hunde. Wir haben im Garten eine kleine Strecke gesteckt, und Annette übt mit Abby täglich ein paar Minuten. Eine ganz andere Schwierigkeit ist, die Konzentration der Hunde aufrechtzuerhalten. Wenn zum Beispiel ein Hund sein "kleines" Geschäft auf dem Gelände erledigt hat, lenkt das andere auf ihrem Kurs ab. Deshalb ist es wichtig, dass vor Übungsbeginn die Hunde lange genug außerhalb des Übungsgeländes Zeit haben, "alles" zu erledigen. Manchmal muss man auch während der Übungszeit nochmal "verschwinden". Abby ist ja etwas "tiefer gelegt", und die Nase ist dicht über dem Boden. So nimmt sie alle fremden Gerüche sofort auf und ist abgelenkt. Gestern klappte der erste Durchgang ohne Fehler, beim zweiten war sie schon wieder etwas unaufmerksam. Also üben, üben, üben, Konzentration ist alles!





Donnerstag, 29. Oktober 2015

Teil 39:        Back to the roots

Back to the roots! Zu Besuch, ja, aber bleiben, nein. Abby hat ihre erste Deutschlandreise hinter sich. Drei Wochen Aufregung für den kleinen Hund. Viele neue Gesichter, drei verschiedene Wohnungen, und dann das Wetter. Bei 27°C sind wir am 5.10 in Korsika abgefahren, zwei Tage später waren ist morgens null Grad. Abby machte keine Probleme auf der langen Reise, zuerst 11 Stunden auf dem Schiff von Bastia nach Toulon, dann 13 Stunden Autofahrt nach Frankfurt. Spaß macht es nicht auf deutschen Autobahnen, auf der A5 Basel - Frankfurt "kämpften" wir mit Hunderten von LKWs. Im Auto hat Abby ihren eigenen Sicherheitsgurt, begeistert ist sie davon zwar nicht, aber immer noch besser als ein Transportkäfig. Sie hat aber nur so viel Bewegungsfreiheit, dass sie aus dem Fenster gucken oder sich zwischen uns auf die Mittelkonsole legen kann. Geschlafen hat sie auf der langen Fahrt nicht eine Minute.  Wiederum viel Neues gab es für Abby in einem Wellnesshotel im Bayerischen Wald, wo wir vier Tage blieben. Sie musste oft allein im Zimmer bleiben, da Restaurants und Wellnessbereich für Hunde tabu sind. Und dann die vielen Leute, vor allem bei unserem Ausflug auf den "Arber", dem höchsten Berg im Bayerischen Wald. Mit der Seilbahn hinauf, auf vier Pfoten mit Frauchen hinab, das war aufregend. Ein Wochenende gab es dann noch in Bad Sooden-Allendorf bei "Onkels und Tanten". Wieder alles neu! Dann waren die drei Wochen um, und es hieß Abschied nehmen von Deutschland. Der 25.10. war ein Sonntag, da ließ es sich auf den Autobahnen gut fahren, in Deutschland, in der Schweiz wie auch in Italien. Keine Trucker! Korsika empfing uns mit Nieselregen, aber immerhin 20°C. Am Dienstagmorgen dann endlich wieder ein langer Spaziergang am Strand. Abby war aus dem Häuschen. Endlich mal wieder frei laufen. Sie rannte wie verrückt hin und her, rein ins Wasser, raus und wälzen im Sand oder auf dem angeschwemmten Seegras. Es war eine Freude, ihr zuzusehen. Zu Hause gab es dann in der Außendusche nicht nur eine "Unterbodenwäsche", sondern es war eine Komplettreinigung fällig. Danach Siesta bis in den späten Nachmittag. Am Wochenende geht es wieder auf den Hundeplatz, der Urlaub ist für Abby vorbei, jetzt heißt es wieder arbeiten!

Montag, 28. September 2015

Teil 38:     Abby als Besucherhund

Aufgrund ihres freundlichen Wesens wäre Abby sehr geeignet, eine Prüfung zum "Chien Visiteur" abzulegen. So die Aussage der Trainer und Ausbilder vom "Club Canin de Porto Vecchio", dem Annette seit Jahresbeginn angehört. Wir hatten bisher noch nicht viel von einer solchen Qualifikation gehört. In Frankreich ist die Ausbildung und später der Einsatz der Hunde aber sehr bekannt. Altersheime, Pflegeheime, Kindergärten, Schulen sind die "Einsatzgebiete" für die "Chien Visiteur". Kinder und Jugendliche mit Hunden vertraut zu machen, den Bewohnern der oben genannten Heime etwas Abwechslung und Freude zu bringen. Zwei volle Tage dauerte das Seminar von 9°° Uhr bis 18°° Uhr, 12 Hunde verschiedener Rassen waren mit ihren Besitzern zur Eignungsprüfung angereist, die Prüfer kamen extra vom Kontinent. Ganz ohne Bürokratie geht es auch hier nicht. Im Vorfeld musste Abby erst einmal als "Ausländer" einen Antrag auf Zulassung zum Seminar stellen. Dem wurde stattgegeben. Dass Abby alle möglichen Impfung erhalten hat und dass eine Haftpflichtversicherung besteht, sind weitere Voraussetzungen. Beim Seminar selber gab es viel Theorie für Annette, natürlich alles auf Französisch, so dass sie nach 2 Tagen ziemlich "geschafft" war. Und für Abby viel Praxis: alle möglichen Gehorsamsübungen wie Gehen an der Leine, ohne Leine, Sitz, Platz, bleib usw. Verhalten gegenüber und mit anderen Hunden, gegenüber fremden Personen, Verhalten in einer Menge von Personen, Verhalten bei unerwarteten plötzlichen Situationen wie Umkippen eines Stuhls, Fahren eines Rollstuhls, lautes Geschrei, Krücken, die genau neben ihr umfallen usw. Es wurde eben alles durchgespielt, was in Schulen, Kindergärten oder Altersheimen passieren kann. Fazit: Abby hat die Eignungsprüfung bestanden. Beide Prüfer waren mit ihrem Verhalten vollauf zufrieden. In der Beurteilung wurde sehr lobend erwähnt, dass Abby sich als Besucherhund für "Ablenkung und Belustigung" besonders eignet (aufgrund ihrer kleinen Tricks!). Abby darf sich nun "Chien Visiteur" nennen, Annette ist stolz auf ihren/unserem kleinen Hund. Das offizielle Zertifikat wird in Frankreich auf dem Kontinent ausgestellt, registriert und uns später zugeschickt. 

Dienstag, 8. September 2015

Teil 37:     Was macht der Hund auf dem Surfbrett?

Das werden sich wohl einige Urlauber gefragt haben, die am Strand saßen oder lagen. Surfen - was sonst! Zunächst hatten Annette und ich das Brett gezogen oder geschoben, bis Abby  eine gewisse Sicherheit erlangt und das Gleichgewicht halten konnte. Bei auflandigem Wind haben wir dann in einiger Entfernung vom Strand das Brett losgelassen und Abby "segelte" bei leichtem Wellengang bis zum Ufer. Das schien ihr lieber zu sein als zu schwimmen, was sie nach wie vor von allein nicht macht. Baden ja - schwimmen nein. Übrigens, 90% der Touristen machen es genau so. Mit dem Kajak durch die Bucht auf Annette Schoß, da ist Abby sofort dabei. Wenn sie ihre Schwimmweste sieht, dann weiß sie, daß es bald los geht.Der Supersommer geht langsam zu Ende, wie lange wir noch schwimmen gehen, hängt von der Wassertemperatur ab. Bei "unter 22° C" ist Schluß! 

Sonntag, 16. August 2015

Teil 36:         Kleiner Hund wird erwachsen!

Genau 11 Monate ist Abby alt und hat schon viel gelernt im Umgang mit Menschen und Tieren. Mit Katzen hat sie ja keine Probleme, sie war ja von kleinauf an unsere Katze (leider verstorben) gewöhnt. Mit anderen Hunden ist das so eine Sache. Sie will zu jedem hinlaufen, um zu spielen. Mit kleinen Artgenossen klappt das gut, bei den großen müssen wir achtgeben, dass jene nicht zu grob mit ihr umgehen und Abby womöglich beim Toben verletzen. Wir warten darauf, dass die "Touristenhunde" bald verschwunden sind, dann sind nur noch die "Einheimischen" da, und die kennen sich alle. Am Strand sind morgens viele Reiter unterwegs, Gruppen von 6 bis 8. Abby wartet "bei Fuß", bis die Gruppe vorbeigaloppiert ist, sie bellt nicht und will auch nicht hinterherlaufen. Mit den vielen Joggern gibt es ebenfalls keine Probleme mehr. Abby lässt alle links liegen und folgt oder rennt vor Annette her. Mit dem Schwimmen klappt es noch nicht so richtig. Sobald wir am Strand sind, läuft sie zum Wasser und legt sich hinein. Aber sie schwimmt nicht von allein. Nur wenn wir sie vom Surfbrett ins Wasser lassen, schwimmt sie ohne Mühe zum Ufer zurück. Am liebsten fährt Abby mit dem Kajak.
Sie liegt vor Annette, Kopf auf dem Rand, und neugierig wird alles um uns herum gemustert. Die Hundeschule hat noch Ferien bis Mitte September. Zur Zeit macht nur eine Handvoll Agility, darunter 3 Cotons. Annette will
vielleicht mal mit Abby an einem Wettbewerb teilnehmen. Aber bis dahin ist wohl noch viel viel Üben notwendig.  
Bei der Hitze der letzten Wochen war ein intensives Arbeiten gar nicht möglich, zu warm für Hund und Mensch. Wir ziehen immer wieder Vergleiche zu unseren früheren Hunden, Hovawart und Çuvaç. Die waren viel ruhiger und haben auch tagsüber viel geschlafen. Abby will oft "Action". Vom Spaziergang zurück legt sie sich nicht etwa hin, nein, sie holt ihren Ball oder ihren Igel und will spielen. Und jetzt im Sommer ist für sie auch kurz nach 6:30 Uhr die Nacht vorbei (zu meinem Leidwesen!) und kommt mit irgend einem Spielzeug an. Wie ich anfangs schon mal geschrieben habe: Abby hat unser Leben bzw. den Tagesablauf ganz schön umgekrempelt. So früh (7:15 Uhr) war ich morgens noch nie am Meer, um meine Runden zu schwimmen. "Das ist nur gut für dich", sagt Annette immer wieder. "Ohne Abby würdest du noch im Bett liegen und dein Bandscheibenvorfall hätte sich ohne das Training nicht so gut gebessert und stabilisiert"!